Pilgern auf dem Jakobsweg, sich etwas Gutes tun und Gutes erleben

Jakobuspilger vor der Kathedrale in Santiago de CompostelaDen Pilgern im Mittelalter ging es beim Aufbruch auf den Jakobsweg (neben Abenteuerlust und anderen Motivationen) vor allem „um ihr Seelenheil“. Auch wenn das vielleicht in unseren modernen Ohren fremd klingt und Worte wie „Ablass“ und „Erlösung“ uns nur noch wenig sagen, so ist doch das Pilgern auf dem Jakobsweg heute eine Fortsetzung dieser Tradition: Menschen aus aller Welt, die heute auf dem Jakobsweg unterwegs sind, merken, dass das Pilgern der Seele gut tut und dass manch „innere Verletzung“, die uns das Leben zufügt, dort „ausheilen“ kann.

Warum ist der Jakobsweg gut für uns moderne Menschen? Zu Fuß den Jakobsweg pilgern bedeutet, sich in einer „natürlichen Geschwindigkeit“ fortbewegen. Bei vier bis sechs Stundenkilometern hat die Seele eine Chance, mitzukommen. Diese bewusste „Entschleunigung“ hilft uns, in einem hektischen Alltag und in den vielfältigen Ansprüchen einer modernen Gesellschaft wieder Orientierung zu finden.

Unmittelbare Naturerfahrung, phantastische Landschaften, Regen, Wind und Sonne direkt und pur auf dem Jakobsweg erlebt und den eigenen Körper in mancher Belastung des Pilgerns wiederentdecken: Alles das befreit und macht glücklich.

So kann der Pilger sich gelöst und erlöst dem „Größeren“ öffnen, ein bisschen den „Himmel schnuppern“ und vielleicht auch einen ganz besonderen „Gottesmoment“ erleben.

Einmal alles hinter sich lassen (Ablass?) und seelische Verkrampfungen lösen (Erlösung?) – Lassen Sie uns zusammen den Jakobsweg pilgern und erleben Sie Heute die tausendjährige Tradition des Jakobsweges!

Konzept unserer Pilgerreisen auf dem Jakobsweg

Viele Pilger auf dem spanischen Jakobsweg pilgern heute in der Regel mit dem gesamten Gepäck auf dem Rücken über Tagesstrecken von manchmal mehr als 30 km. Die Unterbringung der Pilger am Abend in den Herbergen ist dann oft noch sehr einfach.

Pilger auf dem Jakobsweg in den PyrenäenPilgern mit Pilgino auf dem Jakobsweg in Spanien ist damit verglichen ein wenig komfortabler:

Bei uns gibt es immer ein Begleitfahrzeug, in dem das Gepäck transportiert wird. In diesem Fahrzeug können im Bedarfsfall auch „fußkranke“ Pilger mitfahren. Außerdem übernachten wir in kleineren Hotels/Hostalen und Pensionen, die im Vergleich zu den Pilgerherbergen schon fast Luxus bieten.

Trotzdem soll auch bei uns das Pilgern durch Schlichtheit und einen einfachen Stil geprägt sein. Eine der wichtigsten Erfahrungen, die viele Pilger auf dem Jakobsweg machen, ist, wie wenig man eigentlich braucht, um gut zu leben und froh zu sein. In der Welt, in der wir leben, in der alles eigentlich immer und überall zu Verfügung steht, bietet Pilgern auf dem Jakobsweg die Chance, das wirklich Notwendige und Wertvolle wieder zu entdecken. Klares Trinkwasser aus der Bergquelle oder dem Dorfbrunnen geschöpft wird zum Lebenswasser. Die gequälten Füße am Abend nach vollbrachtem Werk aus den Wanderschuhen zu befreien, ist eine größere Wohltat als ein ganzes „Wellness-Weekend“.

Wenn wir den Jakobsweg pilgern, werden wir keine „unschönen“ Strecken „überspringen“. Wie auch manche schwierige Zeiten Teil unseres Lebens sind, gehört z.B. das Hineinwandern in eine Stadt durch hässliche Industriegebiete zum Jakobsweg dazu. Den Pilgern unserer Gruppen soll es möglich sein, jeden Kilometer, jeden Meter von Saint Jean Pied de Port bis Santiago zu Fuß zu gehen.

Wir werden als Gruppe auf dem Jakobsweg unterwegs sein und doch wird auch jede und jeder ihren/seinen eigenen Weg gehen. Die anderen Menschen in der Gruppe können beim Pilgern sowohl Bereicherung, Geschenk sein, als manchmal auch Belastung. Wir hoffen, dass uns das Ausbalancieren von Nähe und Distanz immer wieder neu gut gelingt.

Jakobspilgerinnen bei einer wohlverdienten PauseJeden Morgen wird es das Angebot zu einem kurzen spirituellen (christlich geprägten) Tageseinstieg auf den Jakobsweg geben. Wer möchte, nimmt daran teil. Es ist auch möglich, als Nicht-Christ oder Nicht-Glaubender den Jakobsweg zu „erpilgern“.

Wir würden uns freuen, Sie bei einer unserer Pilgerreisen auf dem Jakobsweg kennen lernen zu dürfen. PILGINO möchte Ihnen eine gute Pilgerfahrt ermöglichen und Sie in bestimmten Dingen wie z.B. dem Gepäcktransport und den schon fest gebuchten Unterkünften entlasten und so ein bisschen mehr Komfort bieten, als es die Pilger haben, die „auf eigene Faust“ den Jakobsweg angehen.

Den Weg aber, den müssen Sie selber gehen und selber zu „Ihrem“ Weg machen. Wir laden Sie ein: Seien Sie offen für das, was der Jakobsweg für Sie „vorgesehen hat“ und lassen Sie sich auf das „Abenteuer Jakobsweg“ ein.

Buen Camino!

Ihr Ansgar Möller